Seismische Drucksondierungen
Zur ergänzenden Beschreibung des Bodenverhaltens unter dynamischen Einwirkungen bieten seismische Drucksondierungen eine geeignete Möglichkeit, dynamische Bodenkennwerte bei realen, ungestörten Standortbedingungen zu erfassen. Seismische Drucksondierungen erweitern die klassische Drucksondierung, indem sie mittels integrierter Geophone in der Sondierspitze Laufzeiten von seismischen Wellen messen.
Der Impuls für die seismischen Drucksondierungen wird mittels horizontalen Hammerschlags auf eine Scherplatte an der Geländeoberkante induziert. Bei der seismischen Drucksondierung werden die induzierten Wellen in Tiefenschritten von 0,5 m durch zwei Geophone aufgezeichnet. Aus der Zeitdifferenz zwischen dem Eintreffen der Wellen an den beiden Geophonen wird die Scherwellengeschwindigkeit ermittelt und ein Tiefenprofil erzeugt. Durch die Kopplung einer traditionellen Erkundung mittels Drucksondiertechnik, mit der Möglichkeit einer Registrierung seismischer Laufzeiten in der gleichen Sonde, ist diese Erkundungstechnik mit geringem Mehraufwand einsetzbar.
